11.06.2021 - NSU Prinz TTS Cup

...lass dich bestrafen...


Gerassimos Cassel , der Sieger bei der Zieldurchfahrt. Herzlichen Glückwunsch !


Im Licht der aufgehenden Sonne der Steiermark fanden sich ein paar Liebhaber der besonderen Art zusammen. Sie hatten sich zum Ziel gesetzt in einem "Rennauto" aus einer anderen Epoche auf dem 2,336 km kurzen Rundkurs "Red-Bull-Südschleife" im NSU Prinz den König auszufahren.Bei bestem Wetter gingen 14 Fahrer an den Start nach dem im Vorfeld ein 30-minütiges Qualy den schnellsten Thronfolger ausloten sollte. Die Zeiten waren dabei recht nah beieinander und Dennis Schimmi #15 konnte mit 1:01.662 die Pole einfahren. 

Beim "stehenden" Start kamen alle Teilnehmer gut weg und in der ersten Kurve, in der es immer wieder Unfälle gab, zeigte sich die Qualität der Piloten. Ohne nennenswerte "Kontakte" ging die Meute die Hatz rund um den Bullen an. Dabei war es im nur 120 PS-starken TTS wichtig die Drehzahl oben zu halten und aus jeder Kurve (immerhin sechs Stück) mit möglichst viel Schwung auf die folgende Grade zu kommen.

Gleich nach dem Start in ein Event von 90 Minuten Dauer setzten sich Dennis Schimmi und Gerassimos Cassel #103 vom Rest des Feldes ab.In einem über sehr viele Runden andauernden Zweikampf konnte G.Cassel sein dreifarbiges Rennmodell an der Spitze etablieren und nachdem D.Schimmi in seinem blauen Gefährt all zu oft die Streckenbegrenzungen überfuhr wurde er von der Rennleitung zu einer Durchfahrtsstrafe verurteilt. Damit war für ihn eine reale Siegchance aus eigener Kraft hinfällig. Es war sogar noch kurzzeitig spannend ob er P2 halten könnte. Auf P3 fuhr Mr Minimi #500 in seinem knallroten Prinz ein konstantes Rennen "auf Ankommen" und nach einigen rundenlangen Duellen mit Stephan Foerster ( im NSU mit der #508 ) war Mr Minimi nicht nah genug an D.Schimmi um aus dessen Starfe einen Vorteil für sich zu ziehen.

Das Thema "Strafen" war in diesem Rennen tatsächlich von großer Bedeutung. Da alle Fahrer in ihren "Blechbüchsen" gefühlt viel zu wenig Leistung hatten um die Bergaufpassagen zu meistern gingen alle mit viel ( zu viel ) Risiko in die Kurven und wurden oft für's Abkürzen mit Strafen bedacht. Es "hagelte" förmlich Konsequenzen wie "Zeit zurück geben" und "Boxendurchfahrt". Dies , und die unterschiedliche Reifenstrategie der Fahrer, ließen das Feld der Renngemeinde auseinander fallen. Alle Teilnehmer gingen mit weichen Pneus das Rennen an. Lediglich Yannick Mund #101 setzte auf die harten Gummis. Der jüngste Fahrer im Feld musste sich hinterher eingestehen dass diese Wahl nicht von Erfolg gekrönt wurde. Von P4 ins Rennen gegangen wurde er als Zehnter abgewunken.

Die einhellige Meinung nach dem Rennen der Teilnehmer des Themenrennens bei gt-rennserien war :

Es hat Spaß gemacht! Selten war ein Rennen trotz vieler Strafen so lustig. Die gute Stimmung wurde auch durch den kurz vor Rennende plötzlichen "Gamecrash" nicht getrübt.

 

Der Veranstalter dankt allen für einen tollen Abend.

 


Die Statistik zum Rennen.     Hier...


Bilder vom Rennen